Endlich! Nach einer langen Zugfahrt erreichen wir den Oberhausener Hauptbahnhof gegen kurz vor acht. Nun noch schnell nach dem richtigen Bus zur Turbinenhalle fragen und weiter gehts. Zwei Stationen weiter sehen wir dann endlich das, wonach wir gesucht haben – Die Turbinenhalle – keine 500 Meter entfernt. Auf dem Weg dorthin sehen wir den ersten liegengebliebenen Schnee für dieses Jahr, was schwer nach einem guten Zeichen aussieht, kommen doch Sonata Arctica aus einem Land, wo der Schnee meist zu Hauf liegt
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In der Wärme der Turbinenhalle schließlich angekommen, stehen auch schon Vanishing Point, die erste Vorband dieses Abends, auf der Bühne. Davor die Fans, schon relativ dicht gedrängt, jedoch ist die Stimmung ist noch ein wenig verhalten. Das ändert sich erst dann ein wenig, als Sonata Arcticas Frontsänger Tony Kakko auf die Bühne kommt und zusammen mit Vanishing Point singt.
Nach den Australiern erobern wenig später auch die Norweger Pagan`s Mind die Bühne. Frontsänger Nils K. Rue zappelt für meinen Geschmack ein wenig zu viel auf der Bühne herum, was wohl sein Versuch ist, das Publikum in Stimmung zu bringen. dies gelingt ihm allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Sein Volumen in der Stimme ist im Gegensatz zu seinen wüsten Bewegungen auf der Bühne, welt-klasse. Gegen Ende ihres Auftrittes hoppeln dann noch zwei Mitglieder der Bühnencrew wie Hasen über die Bühne, was von Band und Publikum mit einem Lächeln quittiert wird. Krönung der Darbietung ist dann ein Cover von Iron Maidens „2 Minuter to Midnight“. Dieser Song ist es auch schlussendlich, der die letzte Eisschicht zwischen Band und Publikum bricht, denn der Song wird von beiden Seiten gleichermaßen mitgesungen.
Was nun folgt ist eine sehr lange Umbauphase.
Gegen viertel nach zehn ist es dann endlich so weit! Die Bühne wird in ein sanftes blaues Licht getaucht und leise setzt die Musik ein. Der Einzug von Sonata Arctica in dieses Schauspiel aus Licht und Musik gleicht einer frühen Morgenstunde, in der die Sonne langsam aufsteigt und die Welt zum Leben erweckt. Diese Szene wird jedoch jäh unterbrochen: Licht und Musik gehen aus und Sonata starten mit ihrem Opener „Black and White“. Sänger Tony Kakko spaßt nebenbei mit den anderen Bandmitgliedern, wuschelt ihnen in den Haaren oder zeigt Hasenohren hinter deren Rücken. Er motiviert das Publikum mitzusingen, was gerade bei den älteren Titel kein Problem dastellt. Aber auch vom aktuellen Album wird eine ganze Reihe an Songs gespielt. Besonders gefällt mit die Abwechslung die Sonata Arctica bieten. Durch die gesunde Mischung an ruhigeren Stücken und lauteren sorgen sie nebenbei noch dafür, dass die Stimmung nicht allzusehr aufkocht, aber auch nicht zu ruhig wird.
Nach neun Liedern ist dann aber plötzlich schon Schluss. Sonata Arctica verschwinden erstmals von der Bühne um wenig später nocheinmal für eine Zugabe auf die Bühne zu kommen. Nun motiviert Tony Kakko die Fans zu kleinen melodischen Spielereien, danach stimmt er „We Will Rock You“ von Queens an, erst solo und a-capella, bald aber auch mit dem gesamten Publikum und wenig später mit der gesamten Band. Auf das Cover folgen dann nocheinmal vier Songs, bevor sich Sonata Arctica von ihren Fans verabschiedeten und versprechen, dass sie nach Hause gehen, dort Songs schreiben und bald wieder auf Tour gehen. Zu guter letzt muss sich die Bühnencrew nocheinmal beweisen, doch läuft diesmal ein recht stattlicher Mann nur in Unterhose oder Badehose bekleidet über die Bühne.
Der Abgang Sonata Arcticas gleicht den eines Sonnenuntergangs. Diese Wirkung wird ebenso erzeugt, wie die Stimmung die am Anfang vermittelt wurde. Mit sanftem blauen Licht und leiser, melodischer Musik. Jedoch hat die Musik dieses Mal etwas Triumphales. Somit bekommt ihr Konzert aber auch so etwas wie einen Rahmen. Nachdem Sonata Arctica allerdings die Bühne verlassen haben, gleitet man ein wenig unsanft in die Realität zurück, denn die Bühencrew beginnt sehr schnell, alles wieder abzubauen und Sonata Arctica kommen leider nicht noch einmal raus auf die Bühne. Schade eigentlich.
Abschließend kann ich sagen, dass das Konzert von Sonata Arctica zwar von der Musik her einsame Spitze gewesen ist, jedoch fand ich den Auftritt von ihnen ein wenig zu kurz, zumindest im Vergleich zu den beiden Vorbands.
Setlist Sonata Arctica:
Zugabe