Bericht: Diana Dittrich  |  Fotos: Simon Hönscheid  |  Kategorie: Festival-Vorberichte  |  

Einen Geburtstag soll man feiern, das denkt sich zumindest die Pluswelt Promotion und lädt am 1. Aprilwochenende zum VII & VIII Plusweltfestival nach Krefeld ein. Und so sind werden an diesem Wochenende 10 Acts erwartet, die dem Publikum eine exzellente Mischung aus Synth-Pop, Industrial, Dark Rock und Metal bieten möchten. Mit von der Partie werden sein:

VII Plusweltfestival (Freitag, 03.04.2009)
  • Combichrist
  • Zeromancer
  • Grendel
  • Scream Silence
  • Und ein weiterer Act
VII Plusweltfestival (Samstag, 04.04.2009)
  • Mesh
  • De/Vision (electronic set)
  • Marsheaux
  • Nuniq
  • Tenek

Tickets

Tickets gibt es bei: www.ticket69.de , bei www.poponaut.de, bei www.kartenhaus.de und an allen weiteren bekannten Vorverkaufsstellen.
Die Tickets kosten einzeln 40 € (für beide Tage) oder 23 € (Freitag oder Samstag).

Line UP

Combichrist

„Einmal härter, bitte!“ – hier sind Combichrist die richtige Wahl. Die vier Mannen aus Norwegen produzieren seit 2003 stählernen Industrial, der textlich um die Schlagwörter Sex, Gewalt und Drogen kreist. Frontmann Andy LaPlegua kennt man bereits von Icon Of Coil.

Zeromancer

Aus Norwegen kommen die Synthrocker von Zeromancer und können mittlerweile auf eine fast zehnjährige Bandgeschichte zurückblicken. Stücke wie „Dr Online“ oder „Clone Your Lover“ dürften jedem in der Szene bekannt sein und avancierten in den Clubs schnell zu Hits.

Grendel

Aus der Aggro-Tech-Szene sind die Holländer von Grendel längst nicht mehr wegzudenken. Seit knapp zehn Jahren produziert man harten EBM – zunächst noch unter anderem Namen, seit 2000 jedoch mit dem Etikett „Grendel“. Eine sehr treffende Bezeichnung, stellt der Troll Grendel in der angelsächsischen Beowulf-Saga doch einen Unhold mit übermenschlichen Kräften dar.

Scream Silence

Gothic Rock vom Feinsten präsentieren die fünf Herren von Scream Silence. Deren Erfolgsgeschichte kann sich durchaus sehen lassen: gegründet im Jahr 1998, wurde bereits das erste Album „To Die For“ zum Orkus-Album des Monats gekürt. Es folgten Touren mit Christian Death und den Dreadful Shadows, eine eigene Tour sowie ein Auftritt auf dem Wave Gotik Treffen. Zuletzt erschien 2008 das Album „Apathology“.

Mesh

Mesh ist eine aus Bristol (England) stammende Band, hinter der die drei Musiker Mark Hockings, Neil Taylor und Richard Silverthorn stehen. Ihre Musik ist eine Mischung aus Dance, Synthiepop und Electro-Crossover. Ihr Debutalbum brachten sie 1996 raus, das den Namen „In this Place Forever“ trug. Aber bereits 1994 erschien eine EP, die auf den Namen „Fragile“ hörte und in England bereits nach wenigen Wochen ausverkauft war.

De/Vision

Marsheaux

Ein Gewirr aus Kabeln, Knöpfen und ein komplizierter Fuhrpark aus antiquierten elektronischen Klangerzeugern ist normalerweise der Alptraum jeder Frau. Für die beiden jungen Griechinnen Marianthi und Sophie können es hingegen gar nicht genug Knöpfe, bunte Regler und blinkende Lämpchen sein. Stehen sie vor einem alten analogen Synthesizer, erwacht ihr kreativer Geist sofort zum Leben … keine Frage, diese beiden Ladys lieben ihre Maschinen. Als Marsheaux entlocken die beiden ihrer Sammlung von alten Moogs, Korgs und Rolands ein kunterbuntes Klanguniversum mit einer verführerischen, femininen Note. Sie kokettieren mit einem flotten Lolita-Girlie-Charme, wissen aber auch, wie man in den richtigen Momenten mit unterkühlter Erotik punktet. Hinzu kommt ein formidables Händchen für Melodien, die ins Ohr gehen, und ein Faible für die ganz großen Pop-Momente. Da Marsheaux aber auch wissen, wie man so einem Synthesizer die richtig dicken Töne entlockt, packen sie ihre Pop Hymnen auf ein solides Fundament aus Beats und Bass, und liefern somit Disco-Futter mit Hit-Qualitäten.
Auf ihrem Debüt-Album „E-Bay Queen“ verknüpften sie moderne Minimal Electro Klänge mit der lasziven Coolness der frühen Achtziger und buntem Pop-Charme. Den beiden Eckpfeilern Disco und Ohrwurm-Pop räumten sie auf ihrem zweiten Album „Peek-a-Boo“ einen noch größeren Stellenwert ein, und schüttelten so quasi mit Links das lockerste Electro Album des Jahres 2007 aus dem Ärmel. Auch diverse Tourneen (u.a. mit Client), auf denen die beiden synthie-affinen Girls das jeweilige Publikum reihenweise zum Dahinschmelzen brachten, konnten den unbändigen Tatendrang des Duos nicht bremsen, sodass sie bereits Anfang 2008 mit der 7? Vinyl Single „Ghost“ in den Startlöchern standen. Mit zwei elektrifizierenden Tanzflächennummern bringen Marsheaux damit wohl jeden Club zum Kochen… und da Marianthi und Sophie eigentlich permanent unter Strom stehen, dürfte das nächste Album auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Bei Marsheaux bleibt es gewiss nicht beim „Dream of a Disco“ – das Duo bringt die Disco ins Haus! Unwiderstehlich…!

Nuniq

Nuniq (ehemals NUN) stammen aus dem polnischen Breslau. Sie selber ordnen ihre Musik dem Dance-Pop zu und so laden ihre Synth-Pop Tracks zum tanzen ein.

Tenek

Tenek wird wohl bislang kaum jemandem ein Begriff sein und doch verbirgt sich hinter diesem Projekt niemand anderes, wie Geoff Pinckney, der seines Zeichens Keyboarder bei Mesh ist. Ihr Debutalbum erschien 2007 und hört auf den Namen „Stateless“. Ihre Musik wird dem Elektro zugeordnet. Man darf also gespannt sein, was uns die Engländer so zu bieten haben.

 

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